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REISEBERICHT VANCOUVER ISLAND 2017

Original Artikel Kerstin Pscheidl für Art of Travel    

Victoria, die Hauptstadt von British Columbia, erreiche ich per Fähre von Seattle und muss angesichts der „Skyline“ schon zweimal hinsehen: Der Blick auf den Hafen, seine Marina samt sanft dahinschaukelnder Segelboote, einem imposanten Herrenhaus im Hintergrund und absolut keinerlei großstädtisch anmutender, hoch aufragender Bürobauten, erinnert mich sofort an die zahlreichen kleinen Küstenorte in Südengland.

Tatsächlich geht auch der Name der Stadt auf die britische Königin Victoria zurück. Das touristische Zentrum um den Hafen ist kompakt, lieblich und wunderbar zu Fuß zu erkunden.

Nehmen Sie sich trotzdem ausreichend Zeit für einen Besuch in diesem bezaubernden Städtchen! Das Royal British Columbia Museum beispielsweise gilt als eines der wichtigsten Museen Westkanadas, und die Sammlung zur Geschichte des First Nation Stammes ist ebenso beeindruckend wie informativ. Selbst im Alltag ist hier die indianische Vergangenheit Kanadas immer präsent.

Ein weiteres Muss sind die Butchart Gardens, eine bekannte Parkanlage bestehend aus mehreren Gärten, die nach verschiedenen Themen wie zum Beispiel „Japan“ gestaltet wurden. Eine eigene Sehenswürdigkeit ist das Fairmont Empress Hotel, ein herrschaftlicher Prachtbau und Luxushotel.

Nach einer umfangreichen Renovierung, die wohl Ende Mai 2017 beendet sein wird, empfängt mich das Hotel mit einer wunderbaren Mischung aus zeitloser, frischer Eleganz, harmonisch kombiniert mit dem Charme eines altehrwürdigen Grandhotels. Kein Wunder, dass ein besonderes Highlight der tägliche „Afternoon Tea“ ist, bei dem man stilecht englischen Teegenuss zelebriert.

Unbedingt empfehlen würde ich einen Spaziergang entlang de Ufers auf dem Dallas Road Waterfront Trail. Was dieser wiederum mit einer Wildtierbeobachtung zu hat, erzähle ich Ihnen gerne persönlich.

Ein bisschen Heimatgefühl & das beste Fish & Chips

Meine Reise führt mich mit dem Mietwagen auf einer Stichstraße Richtung Tofino, die im Ort endet. Auf der Fahrt dorthin, begleitet von einer Landschaft mit Bergen und Seen, die mich hie und da doch an meine bayrische Heimat erinnert, gibt es Natur satt. Wie beim Stopp am Cathedral Grove Park, wo bis zu 800 Jahre alte Douglasien mit einem Umfang von bis zu neun Metern wachsen. Tofino ist mit knapp 2.000 Einwohnern bezaubernd klein.

Und Gründe, dorthin zu reisen, gibt es einige! Fragen Sie nur die Kanadier, die dort allzu gerne selbst Urlaub machen. Es gibt einige Galerien mit indianischer Kunst und nette kleine Restaurants, deren Hauptthema natürlich frischer Fisch ist. Ich entscheide mich klassisch für Fish & Chips, das auf Vancouver Island allgegenwärtig ist.

Und wenn ich schon jetzt Ihr Interesse für Vancouver Island geweckt habe: Ich verrate Ihnen auch gern, wo Sie das vermeintlich beste Fish & Chips der Insel bekommen und ein Stopp fast Pflicht ist!

Fast schon ein eigener Reisegrund ist für mich der Aufenthalt in unserem Partnerhotel The Wickaninnish Inn. Das Boutique-Hotel brilliert mit einer authentisch-hochwertigen Einrichtung, an der viele lokale Künstler und Handwerker mitgewirkt haben. Bereits beim Betreten beschleicht mich ein wohliges Gefühl von „Angekommen“, das sich während des ganzen Aufenthaltes nicht verlieren wird.
Ich werde von einer deutschsprachigen Kollegin auf mein Zimmer begleitet, bekomme die für jedes Zimmer obligatorischen Leih-Gummistiefel, Regenjacke und das Leih-Fernglas ausgehändigt und kann mich kaum entscheiden, ob ich es mir im Zimmer bequem mache und den tosenden Wellen draußen zusehe, oder lieber zum bekannten Chesterman Beach direkt vor dem Hotel hinüberlaufe.
Meine Entscheidung sehen Sie bildlich dokumentiert.

Feines Essen, romantische Naturstrände, Bären & Wölfe

Der Ausblick vom hoteleigenen Restaurant The Pointe ist so atemberaubend, dass ich fast vergesse zu essen und primär nur staune und mich in der Aussicht verliere. Doch der knurrende Magen erinnert mich an mein Abendessen, das so unfassbar delikat zubereitet ist, dass ich von jedem Gang am liebsten gleich einen Nachschlag ordern würde.

Es gibt zahlreiche Strände in Tofino mit mindestens ebenso vielen Surfern, die sich hier wagemutig in die Wellen werfen. Sogar bei 5 Grad Außentemperatur, was mir doch gehörig Respekt abverlangt. Es handelt sich um wildromantische Naturstrände, keine klassischen Strände mit Puderzuckersand, aber das würde am Ende auch absolut nicht dort hin passen.

An allen Stränden ist es immer ein wenig windig und mein „Lagenlook“ leistete hier wertvolle Dienste! Sie finden in Tofino auch keine Beachclubs, was aber, so sagt mein Bauchgefühl, völlig deplatziert wäre. Dafür treffe ich viele Spaziergänger, die sich nur allzu gerne auch auf ein Schwätzchen einlassen, und bewundere abends vom Hotel aus das flackernde Licht der zahlreichen Lagerfeuer, die hier am Strand beim The Wickaninnish Inn offiziell erlaubt sind.

Ein Muss, wenn man Tofino besucht, ist meiner Meinung nach eine Tour mit einem Zodiac oder Boot, sei es zum Whale Watching oder zur Wildtierbeobachtung. Ich entscheide mich für die Wildtiere und werde erstmal seetauglich ausstaffiert, ehe es an Bord des Zodiacs geht. Sogar an Mützen und Handschuhe wurde hier gedacht!

Ich lerne, dass für Seegang-sensible Menschen das Zodiac einem Boot vorzuziehen ist, da es viel ruhiger im Wasser liegt. Dass ich dann tatsächlich bei der erst zweiten Tour, die in 2017 stattfand, sogar gleich zwei Bären und sogar Wölfe sehe, macht mich richtig glücklich und dankbar!

Spaziergang unter dem Natur-Regenschirm & Storm Watching

Natürlich wandere ich auch auf den bestens präparierten Pfaden im Regenwald des Pacific Rim Nationalparks, kleine Tafeln entlang des Weges geben laufend Informationen zu besonders interessanten Stellen. Die Baumkronen sind hier so dicht, dass kaum Sonnenlicht auf den Boden dringt – mein Vorteil, denn bei meinem Besuch regnet es; gemerkt habe ich davon gar nichts. Der natürliche Regenschirm lässt mich fast komplett trocken wieder am Auto ankommen.

Die Szenerie wirkt teilweise schon düster und ein wenig morbide – aber doch auch sattgrün, mächtig und beeindruckend.

Etwas weiter südlich liegt dann der Wild Pacific Trail in Ucluelet. Hier bündeln sich mehrere Wanderwege unterschiedlicher Länge entlang der schroffen Steilküste. Ich entscheide mich zwar für eine kürzere Variante, verbummele aber viel Zeit, weil ich bei jeder Lichtung lange stoppe, um die Aussicht zu genießen. Eile, Stress und Hektik sind hier sowieso Fremdwörter.

Wie unfassbar angenehm: Bereits nach zwei Tagen fühle ich mich erholt und vor allem neu mit Energie aufgeladen.

Und selbst das „Storm Watching“, für das Tofino und Ucleluet bekannt sind, darf ich miterleben. Und verstehe nun absolut, dass sich die Region auch im überwiegend schneefreien Winter zu einem beliebten Reiseziel gemausert hat. Mit einem Glas Wein im Hotelzimmer am eigenen Kamin sitzend, den Blick nach draußen gerichtet, wo sich die Baumwipfel der Kraft des Windes beugen und die Wellen tosend an die Strände und Ufer krachen…

Das ist Naturgewalt pur und absolut faszinierend!

Ich könnte hier noch endlos von kleinen Gegebenheiten, besonderen Momenten oder einzigartigen Plätzen schwärmen – geschickter ist sicherlich, wir sprechen gleich persönlich! Ich freue mich darauf.

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