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Luxus Eskapaden

LIS SCHROEDER  - Excerpt from Cocoon Magazine

Staying at the Wick

Hier, in der Traumszenerie der wilden Nordwest-Pazifikküste, inmitten gigantischer Urwälder, liegt auf einem Felsvorsprung, direkt am Ozean, in himmlischer Abgeschiedenheit, das The Wickaninnish Inn. Vom ersten Augenblick an weiß ich, dass ich mich immer nach diesem Ort gesehnt habe. Er ist vollkommen, von der einzigartigen Schönheit einer kostbaren, an den Strand gespülten, Perle. Ohne Zweifel, einer der Power Spots der Welt, dieser magische Ort der Kraft. Durch eine massive Gelbzederntür, versehen mit zwei handgeschnitzten Adlern, gelange ich in die atmosphärische Lobby, die mich mit einem umwerfenden Pazifik-Panorama willkommen heißt. Irgendwo dort auf der anderen Seite des Meeres, circa 6.000 km vor mir, befindet sich wohl Japan. Aber, wen interessiert das jetzt. Gerade erst angekommen, will ich nur genau hier sein und nie wieder von hier fort müssen. That’s true Love! Isn’t it?

Dieses mehrfach ausgezeichnete Relais & Châteaux Resort sollte sich für mich in den nächsten Tagen zum perfekten Rückzugsort mit Stil, Lebensart und dem Lokalkolorit der Westküste entpuppen. Mein Zimmer verfügt, wie übrigens alle Zimmer und Suiten, über eine entfesselnde Sicht auf den Ozean, einen Kamin, ein großzügiges Bad mit Meerblick und einen Balkon. Sowohl die Architektur, als auch das edle Interieur erinnern hier an die direkte Nähe zur Natur. Überall
finde ich Werke einheimischer Künstler, wie beispielsweise die von George Yardley, den ich in den nächsten Tagen kennen lernen sollte. Bei meinem Abendessen mit dem Eigentümer und Managing Director, Charles McDiarmid, der dieses Familienunternehmen seit vielen Jahren leitet, beginne ich zu verstehen, was die Besonderheit dieses Sanktuariums ausmacht. Er erklärt mir, dass das Flair von Natur und Leben an der Westküste durchweg von außen nach innen
getragen und in Wohnlichkeit umgesetzt wurde. Von Charles miteiner außerge wöhnlichen Liebe zum Detail und einem erlesenen Geschmack zur Vollendung gebracht, denke ich im Stillen. Während unseres exquisiten Dinners im The Pointe Restaurant, mit seinem Rundumblick über den Ozean und die Chesterman Beach, erzählt Charles von der Entstehung und Geschichte des „The Wick“, wie es hier liebevoll genannt wird. Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts zog
Charles Vater, Dr. Howard McDiarmid, mit seiner Familie nach Tofino, um das dortige Krankenhaus aufzubauen und maßgeblich bei der Gründung des Pacific Rim National Parks mitzuwirken. Letzteres ging mit der Schließung des damaligen, auf dem Gebiet des Nationalparks angesiedelten Wickaninnish Inn einher. Der Name „Wickaninnish“ stammt von dem „First Nations“ Häuptling der einheimischen Clayoquot Völker, zur Zeit des ersten Kontakts mit
den Europäern in den 1770er Jahren. Dr. McDiarmid Traum war es, das Inn anderenorts durch eine ebenso rustikale, wie stilvolle West Coast Lodge zu ersetzten. So wurde im Jahr 1996 das jetzige Wickaninnish Inn von der McDiarmid Familie gegründet und wird seitdem von ihr geführt. Mit diesem Hotel hat Charles McDiarmid die Vision seines Vaters verwirklicht. Im The Pointe Restaurant werden ausschließlich lokale Bioprodukte zu einem innovativen West Coast Gourmeterlebnis verarbeitet, dessen begleitende Weine aus dem pazifischen Nordwesten, im Speziellen aus British Columbia, bereits als Geheimtipp gehandelt werden.

Ich verbringe einen wunderbaren Abend bei einem Sonnenuntergang, wie er schöner nicht sein könnte, mit einem außergewöhnlichen Menschen, der seine Leidenschaft lebt und diesen Ort liebt und respektiert. Sein Personal ist international, jung und ambitioniert und wurde von Charles sehr weise und sensibel rekrutiert. Ob aus Peru, Indien, Irland oder Südafrika, sie alle sind Teil der Seele des Wickaninnish Inn.

Wild at Heart

Nachdem mich das Rauschen der Wellen in einen tiefen und erholsamen Schlaf entführt hat, erwache ich am Morgen bei strahlendem Sonnenschein. Diesen Blick durfte auch Robert Redford mit seiner Frau genießen, welcher kurz vor meiner Ankunft im The Wick verweilte. In unmittelbarer Nähe des Wickaninnish Inn befindet sich der Pacific Rim National Park und das UNESCO Biosphärenreservat Clayoquot Sound. Hier hat die Natur das Sagen! Diese Gegend ist die Heimat der First Nations Völker und beherbergt eines der letzten intakten Ökosysteme des Regenwalds.

Im romantischen Surfer- und Künstlerdorf Tofino werde ich heute eine Walbeobachtungstour mit Remote Passageunternehmen. Noch einer der Gründe, warum es mich gerade hierher verschlagen hat. Von März bis Oktober findet hier die Migration der Grau-, Orca und Buckelwale auf ihrer Reise in den Norden statt. So starten wir mit der Besitzerin Kati Martini und einem professionellen Guide auf einem wendigen Zodiac zu drei unvergesslichen Stunden auf hoher
See. Nach einiger Zeit haben wir das große Glück, einen der Wale beim Abtauchen und somit seine wunderschöne Schwanzflosse in voller Pracht zu sehen. Ein absoluter Glücksmoment! Wer diese und andere kostbare Momente inmitten monumentaler Natur sucht, kommt im Raum Tofino auf seine Kosten. Im Pacific Rim National Park die Flora und Fauna der Regenwälder erkunden und an abgeschiedenen Stränden zu schlendern. Mit etwas Glück Seelöwen oder gar einen Wal vom Ufer aus erspähen. Schwarzbären auf fachkundig geführten Bootsausflügen in den ruhigeren Gewässern des Clayoquot Sounds beim Fressen am Ufer betrachten. Rundflüge im Wasserflugzeug sowie begleitete Kajaktouren unternehmen. Die Möglichkeiten hier sind schier unbegrenzt! Nicht zuletzt ist Tofino als Hotspot für Surfing in Nordamerika bekannt und das liebste Hobby der Einheimischen, vornehmlich im Winter, wenn die Wellen am höchsten sind. Nach meinem ersten Fine-Breakfast Erlebnis à la carte und auf Weltklasse Niveau - also das weltbeste Frühstück gibt es eindeutig hier im Wickaninnish Inn - mache ich mich auf zu einem weiteren Abenteuer. Einem Panoramaflug über Tofino und die Küste mit einem Wasserflugzeug von Atleo Air Services, einem kleinen sehr persönlichen Familienunternehmen. Das müssen Sie erleben! Ein traumhafter Perspektivenwechsel mit der kleinsten Fluggesellschaft der Welt. Hier erhält man einen übergreifenden Eindruck von Tofino und diesem leidenschaftlich schönen Teil der Pazifikküste.

Auf meinem Weg zurück ins Wickaninnish Inn folge ich dem Tipp der Einheimischen, unbedingt im Wildside Grillfrischen frittierten Fisch und einfach göttliche Bio-Pommes zu mir zu nehmen. Hier kommt der Fisch direkt vom Boot in die Küche und auf den Tisch. Frische saisonale Köstlichkeiten mit lokalen Zutaten schaffen hier Geschmäcker, die für sich selbst sprechen. Oyster Burger, Tuna Burger aber auch Beef- und Chicken Burger mit leckeren Salaten. In jeder Hinsicht ein wahres Vergnügen, welches ich in den nächsten Tagen sicherlich wiederholen werde. Danach mache ich einen Strandspaziergang am Chestermann Beach und statte „Feather George“, alias George Yardley, einen Besuch ab. Er gehört zu den lokalen Künstlern, die Inspiration aus ihrer tiefen Verbindung mit der Natur schöpfen und der seit einigen Jahren das Atelier von Henry Nola, hier am Strand, übernommen hat. Henry Nola kam 1965 zur gleichen Zeit, wie viele Hippies aus aller Welt nach Tofino und wurde zu einem engen Freund der McDiarmids. Er ließ sich mit seinem Atelier am Strand nieder und aus den ursprünglich geplanten Wochen wurden dreißig Jahre, die er am Chestermann Beach verbrachte. Feather George erzählt uns von seinen langjährigen Erfahrungen in der Wildnis, bevor er hier den Ort fand, an dem er sich niederlassen und arbeiten wollte. Sein Kultobjekt ist die Adlerfeder und diese schnitzt er aus dem Holz der gelben und roten Zeder in allen Varianten und mit schönsten Intarsien. Ein delikates Kunstwerk von so einzigartiger Schönheit, das ich nicht widerstehen kann und eines davon erstehen muss. Hier in Tofino dreht
sich alles um das Vergnügen, sich von der Natur und vom Augenblick einnehmen zu lassen. Ob bei Strandspaziergängen, bei Sonne und Regen, oder beim „Storm Watching“ vom Kaminfeuer aus, wenn die Natur eine ihrer entfesselnden Darbietungen gibt.

alles ist eins alles ist verbunden

An meinem letzten Tag im Paradies möchte ich das Wickaninnish Inn noch einmal in vollen Zügen genießen und beginne diesen mit einem sehr interessanten Nature Walk mit Jens Heyduck von Long Beach Nature Tours. Um hautnah an der Schönheit der Wildnis teil zu haben, hat das Wickaninnish Inn wirklich an alles gedacht. Frau findet in ihrem Zimmerschrank Regenkleidung sowie eine Ausrüstung für Streifzüge durch den Regenwald und entlang des Strandes. Selbst auf den vierbeinigen Begleiter wartet nach dem Ausflug eine„Pet Shower Station“ mit flauschigen Handtüchern. Bei unserer Rückkehr sollten wir Zeuge des Reinigungsrituals eines silbergrauen Weimaraners mit dem schicken Namen Porsche“ werden, der sein 5-Star-Treament sichtlich genießt. Der Nature Walk führt uns durch einen der unberührten Teile des Regenwaldes und Jens erzählt uns vieles über die Vegetation der niederschlagsreichen Pazifikküste, welche von Wäldern aus dichten, hohen Douglasfichten, westlichen Rot-Zedern und Hemlocktannen beherrscht wird. Der wichtigste Baum jedoch, der „Tree of Live“, ist die Zeder. Die First Nations fällten die ehrwürdigen roten Zedern nur zu besonderen Anlässen, oder sie schälten behutsam Teile aus der Rinde, damit der Baum weiterwachsen kann. Kanus wurden aus ihm gebaut und Windeln für die Babys erstellt. In der Not diente er als Nahrungsmittel, welches er heute noch tut, allerdings nicht mehr für die Menschen. Eine umgefallene Zeder dient als sogenannte „Nursery Station“, welche den Pflanzennachwuchs ernährt.

Ein letzter Besuch im Wildside Grill gefolgt von einer Anwendung im Ancient Cedars Spa steht für den Rest des Tages auf meinem Programm. In diesem prämierten Spa, welches, eingebettet zwischen Wald und Ozean, nebst Behandlungsräumen am Pazifik, mit einer Dampfsauna und einem exzellenten Yoga Angebot aufwarten kann, werde ich heute eines der lokaltypischen Signature Treatments genießen. Ein „Hishuk Ish Tsawalk Awakening Treatment“. Eine von den Reinigungsritualen der Westküsten-Urvölker inspirierte Körperbehandlung mit Meeresalgen-Peeling, Heiß-Kalt-Wasser-Therapie und anschließender Massage. In der Sprache des einheimischen„Nuu chah nulth“ Volkes bedeutet „Hishuk Ish Tsawalk“ „Alles ist eins – Alles ist verbunden“. Das Wickaninnish Inn hat mir wirklich gezeigt, was es bedeutet, sich beseelt zu fühlen! Nach einem guten Glas Whisky mit Ahornsirup bei Sonnenuntergang, einem weiteren himmlischen Dinner im Pointe Restaurant, einer von einem tiefen Schlaf heimgesuchten Nacht und einem letzten morgendlichen Bad bei Sonnenaufgang mit Blick auf den Pazifik, heißt es Abschied nehmen. I’ll be back, my love!

  • A Proud Relais & Chateaux Member
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